In Japan ging ein zweites Atomkraftwerk wieder in Betrieb

[11.02.2016] Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima wurden nach und nach alle 54 japanischen Atomkraftwerksblöcke in den 17 Atomkraftwerken des Landes vom Netz genommen. Die Industrienation kam völlig ohne Atomstrom aus. Nach langem Ringen wurde im August 2015 der Druckwasserreaktor Sendai-1 wieder in Betrieb genommen. Jetzt ging mit Takahama ein zweites Atomkraftwerk wieder ans Netz. Takahama-3 wird mit plutoniumhaltigen MOX-Brennstoff betrieben, die als störfall-anfälliger eingeschätzt werden als normale Uran-Brennelemente. Die MOX-Brennelemente hatte die Betreibergesellschaft Kansai Electric Power Company bereits im Januar 2011 kurz vor dem Super-GAU in Fukushima eingesetzt.
Im vergangenen April hat ein Gericht den Neustart der Blöcke 3 und 4 in Takahama unter Verweis auf sicherheitstechnische Bedenken untersagt. Da aber das Gericht im Dezember die Verfügung offenbar nach immensem Druck aufhob, wurden Vorbereitungen für die Wiederinbetriebnahme der beiden Reaktorblöcke getroffen. Block 4 soll Ende Februar wieder in Betrieb gehen.
Die IPPNW fordert einen Verzicht auf die Wiederinbetriebnahme von Atomkraftwerken in Japan sowie einen Atomausstieg weltweit. Das Industrieland Japan hat  in den vergangenen Jahren eindrucksvoll demonstriert, dass Atomstrom nicht benötigt wird.

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